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Totholzgarten der Stadt Stein ist UN-TOP-10-Projekt in Deutschland

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Großer Erfolg für die Stadt Stein: Der „Steiner Totholzgarten“ am Schulweg in Unterweihersbuch wurde im bundesweiten Wettbewerb der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen als TOP-10-Projekt in Deutschland in der Kategorie „Renaturierung“ ausgezeichnet. Das Thema des Wettbewerbs 2025 lautet „Wiederherstellung von Stadtnatur“.

Steins Erster Bürgermeister Kurt Krömer freut sich über die hohe Auszeichnung: „Für mich als Bürgermeister ist diese Auszeichnung eine große Ehre und ein starkes Zeichen für gelebten Naturschutz in Stein. Mein besonderer Dank gilt unserem Leiter der Stadtgärtnerei, Jörg Jaroszewski, und seinem engagierten Team der Stadtgärtnerei, die diesen besonderen Ort mit viel Einsatz geschaffen haben. Ebenso danke ich Herrn Wolfgang Endres von der Blühpaktberatung an der Regierung von Mittelfranken für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Die fachliche Unterstützung war für dieses Projekt von großer Bedeutung. Die Auszeichnung zeigt: Auch eine Kommune wie Stein kann bundesweit Maßstäbe im Natur- und Artenschutz setzen.“

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2021 bis 2030 zur UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen erklärt. In Deutschland wird der Wettbewerb im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMUKN) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) durchgeführt. Jährlich werden dabei herausragende Projekte ausgezeichnet.

Die Bewerbung für Stein wurde von der Blühpaktberatung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) an der Regierung von Mittelfranken eingereicht. Im Dezember erreichte die Stadt die Nachricht über die Aufnahme in die TOP 10 – ein echter Ritterschlag für alle Beteiligten.

Der Totholzgarten entstand auf über 2.000 Quadratmetern ehemals intensiv genutztem Grünland. Stein war eine der ersten 100 Kommunen im „Blühpakt Bayern“ und startete das Projekt mit einer Förderung von 5.000 Euro. Heute finden sich dort unter anderem stehendes und liegendes Totholz, Benjes-Hecken, eine artenreiche Streuobstwiese sowie ein Sandarium für Wildbienen. Alle Bereiche sind beschildert und zeigen anschaulich, wie Naturschutz auch im eigenen Garten umgesetzt werden kann. Schulklassen informieren sich und Mitarbeiter anderer Kommunen Bayerns besuchen den Steiner Totholzgarten, um sich Anregungen für ihre Gemeinde zu holen, nachdem der Steiner Totholzgarten als ein Best-Practice-Beispiel auf der Internet-Seite des Bayerischen Umweltministeriums aufgeführt ist.