Offiziell bestätigt: Stadt Stein bleibt „Fahrradfreundliche Kommune“

Nun ist es amtlich: Die Stadt Stein darf den Titel „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ für weitere sieben Jahre tragen. Bei einem Festakt am 4. Februar in München überreichte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter feierlich die Re-Zertifizierungs-Urkunde an Ersten Bürgermeister Kurt Krömer und Steins Radbeauftragten Wolfgang Schaffrien. Vorausgegangen war eine intensive Prüfung durch eine Bewertungskommission im Juli des vergangenen Jahres, die der Steiner Radverkehrspolitik bereits damals ein hervorragendes Zeugnis ausstellte.
Im Rahmen der Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) wurden insgesamt zwölf Kommunen neu ausgezeichnet und fünf – darunter die Stadt Stein – offiziell rezertifiziert. Die Stadt Stein hat den anspruchsvollen Prozess erfolgreich durchlaufen und darf das Qualitätssiegel nun bis zum Jahr 2032 führen. Verkehrsminister Bernreiter lobte das Engagement der ausgezeichneten Städte als „Vorbild für ganz Bayern“ und betonte, dass ein starker Radverkehr essenziell für eine lebenswerte Heimat sei.
Bürgermeister Kurt Krömer sieht in der Urkunde eine Bestätigung der gemeinschaftlichen Arbeit in der Verwaltung und im Bauhof. „Wir haben gespürt, dass unser gemeinsames Engagement, den Radverkehr in Stein zu stärken und auszubauen, gesehen und gewürdigt wird“, so Kurt Krömer über den Erfolg. „Sehnsüchtig warten wir zum Beispiel auf die Genehmigung und Zustimmung der Deutschen Bahn, die Bahnunterführung in der Mühlstraße gemeinsam mit der Stadt Oberasbach ausbauen zu können, damit auch Fußgänger und Radfahrer einen gesicherten Weg durch die Unterführung bekommen.“
Mit der erneuten Auszeichnung verpflichtet sich die Stadt Stein, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen und die Radinfrastruktur auch in den kommenden Jahren konsequent zu verbessern. „Nachdem die Stadt Stein gemeinsam mit dem Landkreis Fürth seit 2012 zu den Gründungsmitgliedern der AGFK Bayern gehört und zwischenzeitlich 143 bayerische Kommunen und Landkreise der AGFK Bayern beigetreten sind, werden wir auch den Radverkehr in den nächsten Jahren, bis die nächste Re-Zertifizierung ansteht, weiter fördern“, so Steins Bürgermeister Kurt Krömer
Die Grundlage für die erneute Auszeichnung wurde bereits im Sommer 2025 gelegt. Am 1. Juli besuchte eine Bewertungskommission die Faber-Stadt, um die Fortschritte der letzten Jahre zu begutachten. Die Jury zeigte sich dabei besonders beeindruckt von der kontinuierlichen Weiterentwicklung und dem spürbaren politischen Willen, den Radverkehr nachhaltig zu fördern. Dies wurde auch sichtbar und messbar. Denn an der Zählstation an der Rednitzbrücke konnte in den vergangenen Jahren eine kontinuierliche Steigerung der Radfahrer, im Jahr 2025 waren es 323.001 Radlerinnen und Radler, registriert werden. Im Vergleich zum Jahr 2021 bedeutet dies eine Steigerung um fast 90.000 Zählungen (2021: 236.680) oder 36 Prozent.
Das Ergebnis der Bereisung war eindeutig: Die Kommission empfahl dem Ministerium die Re-Zertifizierung ohne Auflagen. Besonders hervorgehoben wurden dabei das vorbildliche Baustellenmanagement, der Winterdienst für Radwege sowie die transparente Öffentlichkeitsarbeit. „Dass die vorgetragene Liste der positiven Feststellungen die wenigen Anregungen übertraf, ist eine große Bestätigung für das gesamte Team – von unserem Radverkehrs-beauftragten über die Verkehrsplanerin bis zu unseren Bauhof-Mitarbeitern“, betonte Krömer.