Sanierung Regenüberlaufbecken Schillerstraße

In diesem Jahr gab es schon einige schwere Niederschläge. In diesem Zusammenhang musste die Steiner Feuerwehr in dieser Woche an einem einzigen Tag über 30 mal ausrücken. Umso wichtiger ist in solchen Fällen eine funktionierende Kanalisation. Am Regenüberlaufbecken Schillerstraße zeigt sich, dass sich die Stadt Stein, auch für die klimawandelnde Zukunft, bestens wappnet.

Flapsig könnte man sagen, es werden 300.000 Euro verbuddelt - und keiner merkt etwas. So in etwa stellt sich die Situation am Regenüberlaufbecken Schillerstraße dar. Wie wichtig diese Sanierungsarbeiten allerdings sind, wurde bei einem Vorort-Termin mit Ersten Bürgermeister Kurt Krömer und Theo Hofmann vom Stadtbauamt erläutert. Zu Beginn verdeutlichte Kurt Krömer die dringende Notwendigkeit dieser Sanierungsarbeiten: "Der Bereich Abwasser ist eine sehr wichtige Aufgabe in einer Kommune. Deshalb werden wir auch in den nächsten Jahren die Abwassertechnik auf den aktuellen Stand bringen, sodass wir keinerlei Probleme bei Starkregen und gewittrigen Regenfällen im Steiner Stadtgebiet haben werden," so Krömer.

Um zu verstehen, warum diese Arbeiten so notwendig sind muss man etwas in die technische Materie eintauchen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Denn das Kernstück des Regenüberlaufbeckens Schillerstraße ist ein 450 Kubikmeter fassendes Betonbecken. Hier sammelt sich das Wasser das zwischengespeichert wird. Nach einer Grobreinigung von Feststoffen wird das gereinigte Wasser in die Kläranlage Nürnberg weitergepumpt. Bei schweren Niederschlägen reicht die Kapazität des Betonbeckens jetzt nicht mehr aus. Deshalb gibt es die sogenannten Überlaufschwellen. Sie sorgen dafür, das überschüssiges Regenwasser in den Haselgraben abgeleitet wird.  Aber auch hier ist es notwendig, dass die Feststoffe aus Umweltschutzgründen vorher entfernt werden. Für das Regenüberlaufbecken in Stein wird deshalb ein dafür benötigter Rechen (Schnecke) eingebaut. Dazu wurde der Boden über der Anlage aufgeschnitten und die Schnecke eingebaut. Beim Öffnen des Schachtes sieht man zwei Wasserrinnen. Während die eine für das normale Mischwasser genutzt wird, kommt die andere Rinne nur bei schweren Regenfall zum Einsatz. Bevor das Mischwasser in den angrenzenden Haselgraben abfließt erfolgt eine Reinigung mit dem Rechen. Zu sensibel ist der Bach, der direkt ins Freiland-Aquarium und -Terrarium fließt.

Eine weitere Neuheit für das Regenüberlaufbecken ist ein sogenannter Drosselschacht, der mit Mess- und Steuereinrichtung ausgestattet wird. Dabei werden Daten gewonnen, die für die Statistik wesentlich sind.

Seit rund zwei Monaten wird das Regenüberlaufbecken Schillerstraße von den Fachfirmen im Auftrag der Stadt Stein saniert. Ende Juni 2021 werden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Für die die gesamte Maßnahme investiert die Stadt Stein rund 300.000 €. Insgesamt hat die Stadt neun Regenrückhaltebecken im gesamten Stadtgebiet zu unterhalten.

  • Personen stehen vor Baustelle in Stein
    Erläuterung der Sanierungsarbeiten mit Ersten Bürgermeister Kurt Krömer und Theo Hofmann vom Stadtbauamt. Foto Stadt Stein
  • Erster Bürgermeister Kurt Krömer macht sich ein Bild von den Sanierungsarbeiten.
    Erster Bürgermeister Kurt Krömer macht sich ein Bild von den Sanierungsarbeiten. Foto: Stadt Stein
  • Baustellenbild
    Die sogenannte "Schnecke" sorgt für die notwendige Reinigung des Wassers. Foto: Stadt Stein
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