Wirtschaftsförderer der Europäischen Metropolregion Nürnberg tagten in Stein

Die Wirtschaftsförderer von Städten und Landkreisen der Metropolregion Nürnberg tagten am 30.10.2019 in der Kaminhalle des Schlosses Faber-Castell in Stein. Ziel dieser turnusmäßig stattfindenden Konferenz ist der Erfahrungsaustausch unter den Wirtschaftsförderern, die das Treffen auch als Plattform für neue Ideen und Impulse nutzen.

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v.l. Landrat Matthias Dießl, Dr. Silvia Kuttruff (Leiterin der Wirtschaftsförderung Nürnberg) und Erster Bürgermeister Kurt Krömer. Foto: Stadt Stein

Auf der Tagesordnung in Stein standen aktuelle Themen ebenso wie die Vorstellung von Projekten. Den Einstieg bildete ein regionales Beispiel für die Kultur- und Kreativwirtschaft, bei der "Kunst" zum Produkt und zum Standortfaktor wird. Der weitere Schwerpunkt des Nachmittags lag auf der Förderung von Jugendlichen und jungen Familien durch unternehmerisches Handeln. Dr. Silvia Kuttruff, die Leiterin der Wirtschaftsförderung Nürnberg und Leiterin der Geschäftsstelle des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Europäischen Metropolregion Nürnberg führte durch den Nachmittag und bedankte sich bei den Gastgebern Stadt Stein und Landkreis Fürth für die Organisation.

Erster Bürgermeister der Stadt Stein Kurt Krömer als Hausherr und Landrat des Landkreises Fürth Matthias Dießl als höchster Vertreter auf Kreisebene begrüßten die Gäste im Schloss Faber-Castell, an dem Punkt, wo Stein und Nürnberg verschmelzen. In seiner Begrüßung wies Krömer auf die enge Verzahnung des Standortes Stein mit dem Großraum Nürnberg hin, die viele Vorteile, wie eine sehr gute Erreichbarkeit des Standortes, aber auch Nachteile, wie eine deutliche Flächenknappheit und hohe Auspendlerraten mit sich bringen. So kann der Standort Stein einige namhafte Firmen vorweisen, die von der Nähe zum Absatzmarkt profitieren. Die wachsende 14.000-Einwohner-Stadt leistet sich daher seit 2018 eine eigene Wirtschaftsförderung neben einer Fachkraft für Stadtmarketing und einer Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Landkreis Fürth, zu dem die Stadt Stein gehört, legt seine Schwerpunkte auf Projekte in den Bereichen Fachkräfte, Flächenmanagement und Imagebildung, wie Landrat Matthias Dießl berichtet, und wird 2020 erstmalig eine Fachkräftemesse für den Standort anbieten.

Die Themen des Tages waren die Vorstellung der Akademie Faber-Castell in Stein durch Akademieleiter Prof. Uli Rothfuss, die 2.500 m² Atelierfläche in ehemaligen Werksgebäuden des Unternehmens Faber-Castell bietet und Stein zum Hochschulstandort macht. Wo früher Stifte hergestellt wurden, werden nun junge Leute in den Fächern Design, Bildende Kunst, Literarisches Schreiben sowie in kulturwissenschaftlichen und kreativitätstherapeutischen Fächern ausgebildet.

Dr. Sabrina Lechler, Leitung Bayern des STARTUP TEENS Netzwerk e.V. gab Einblicke in die
Initiative STARTUP TEENS, die erste Online-Plattform in Europa, die Teenagern unternehmerisches Denken und Handeln beibringt und gleichzeitig ein einzigartiges Netzwerk für den Austausch der Teenager untereinander und mit Mentoren und Vorbildern aus Unternehmen schafft. Die "Initiative familienbewusste Personalpolitik", vorgestellt von Doris Reinecke - Leiterin des Stabs Familie im Referat für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg und Geschäftsführerin des Nürnberger Bündnisses für Familie - unterstützt Unternehmen und Verwaltungen bei ihrer familienbewussten Personalpolitik. Sie macht Good Practice von Arbeitgebern der Region sichtbar und befördert den Kontakt und den Austausch mit Dienstleistern zur Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen.

Die Wirtschaftsfördererkonferenz der Europäischen Metropolregion Nürnberg findet seit 2006 im halbjährlichen Turnus statt. Sie erfüllt eine wichtige Scharnierfunktion zwischen dem Forum "Wirtschaft und Infrastruktur" der Europäischen Metropolregion Nürnberg und den Gebietskörperschaften. Sie dient darüber hinaus dem Austausch unter den Wirtschaftsförderern der Metropolregion und als Plattform für neue Projekte, die das Profil der Metropolregion Nürnberg als Wirtschafts-Standort schärfen sollen.

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