„KulturQuartier Stein“: Gewinner des Architekturwettbewerbs steht fest

Im Frühjahr 2018 hat der Stadtrat der Stadt Stein die Realisierung des Projektes „KulturQuartier Stein“ am Standort Mühlstraße 1 beschlossen. In einem EU-weiten Realisierungswettbewerb standen zwölf Modelle zur Abstimmung. Durchgesetzt hat sich ein Architekturbüro aus Frankfurt am Main.

Aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Österreich erreichten die Stadt Stein zwölf Planungsarbeiten zum Realisierungswettbewerb „KulturQuartier Stein“. „Es freut uns, dass so zahlreiche Architekten unser geplantes ‚KulturQuartier‘ als reizvolle Aufgabe verstanden und sich so vielseitig in den Wettbewerb eingebracht haben“, bewertet Erster Bürgermeister Kurt Krömer die Beteiligung. Als Sieger des mehrstufigen Abstimmungsverfahrens ging das Modell des Büros Meurer Generalplaner GmbH aus Frankfurt am Main hervor. „Mit einem zweiteiligen Satteldach verspricht das geplante Gebäude eine ansprechende Eingliederung in den Altstadtkern sowie an das Fachwerkhaus, das es zu erweitern gilt“, fasst Bauamtsleiter Wolfgang Schaffrien die Vorzüge des eingereichten Planentwurfs zusammen. Der winkelförmige Anbau überzeugte unter anderem mit einer zeitgemäßen Fassadensprache. In einer Skizze greift der moderne und zeitgenössische Bau das Logo der Stadt Stein in einer Lochfassade auf. Ein neuer Vorplatz auf der Rückseite des Altbaus soll einen großzügigen Auftakt bilden und als Außenfläche für das geplante Café dienen. Ein Innenhof soll dem Heimatmuseum zugeordnet werden und später als Ausstellungsfläche dienen. „Der Entwurf des Büros Meurer Generalplaner hat uns sowohl optisch als auch mit Blick auf die Umsetzung unserer Anforderungen überzeugt“, erklärt Krömer das Abstimmungsergebnis.

Alle Wettbewerbsteilnehmer blieben vorerst anonym. Das Gremium bestand aus dem Ersten, Zweiten und Dritten Bürgermeister der Stadt Stein, Kurt Krömer, Bertram Höfer und Walter Nüßler, sowie aus vier Architekten als Fachpreisrichter und einigen Beratern und Stellvertretern. In insgesamt drei Runden bewertete das Gremium, inwieweit das von der Stadt Stein vorgesehene Nutzungskonzept umgesetzt wurde, ob sich das Gebäude gut in die Steiner Altstadt und das benachbarte Areal einfügen würde und nicht zuletzt die architektonische Qualität.

Durch den Umbau des Fachwerkhauses Mühlstraße 1 und die Errichtung eines Anbaus soll neben der Erweiterung von Bücherei und Heimatmuseum zusätzlich eine Begegnungsstätte für Bürger, Künstler und Vereine entstehen. Unter anderem soll in dem neuen Komplex auch eine Tourist-Information untergebracht werden. In diesem ersten Schritt wurde vorrangig geprüft, inwieweit die vorgesehene Nutzung des Anbaus aufgegriffen und umgesetzt wurde. Im nächsten Schritt sind der Sieger sowie der zweit- und drittplatzierte Preisträger dazu aufgerufen, ihre Planungsunterlagen zu konkretisieren. Parallel zum Nachbesserungsverfahren soll der Bebauungsplan für das Areal entsprechend angepasst werden.

Die drei preisgekrönten Arbeiten (1. bis 3. Preis), zwei sogenannte Anerkennungen (4. und 5. Platz) sowie die restlichen eingereichten Arbeiten waren bis 6. Februar 2019 im Rahmen einer Ausstellung im Einkaufszentrum FORUM Stein zu sehen.

  • Stadtbauamtsleiter Wolfgang Schaffrien (links) und Erster Bürgermeister Kurt Krömer sind überzeugt von dem Planungsentwurf des 1. Preisträgers. In einem über 10-stündigen Preisgericht wurde dieser von einer Fachjury sowie einer Sachjury beschlossen.
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