Naturschutzfachliche Maßnahmen entlang der Rednitz

In den nächsten Tagen werden entlang der Rednitz und an der Mündung des Haselgrabens naturschutzfachliche Maßnahmen durchgeführt.

  • Bekanntmachung

Die Maßnahmen stehen in Verbindung mit dem Neubaugebiet in Deutenbach an der Gerstenstraße und am Dinkelweg. Nach den gesetzlichen Vorgaben müssen Eingriffe in Natur und Landschaft, z.B. die Errichtung von Wohngebäuden, ausgeglichen werden.

"Eingriffe" stellen Versiegelungen von Flächen dar oder die Beseitigung von Hecken oder auch die Beeinträchtigung von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Mit in Kraft treten des Bebauungsplanes 31 a "Gerstenstraße/ Dinkelweg" besteht die gesetzliche Verpflichtung, die naturschutzfachlichen Maßnahmen umzusetzen.

Die beteiligten Behörden verständigten sich dabei auf Maßnahmen, die eine ökologische Verbesserung des Haselgrabens und der Wasserrückhaltung entlang der Rednitz herbeiführen.
Bauherr der Maßnahme ist der Grundstückseigentümer, der die Verpflichtung übernimmt, die im Bebauungsplan Nr. 31a "Gerstenstraße/Dinkelweg" festgesetzten Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen.

Ausbildung eines Gewässerrandes

Auf der Teilfläche auf städtischem Grundstück erfolgt zunächst ein Abtrag des Oberbodens, um den stickstoffgesättigten Boden abzufahren und einen Nährstoffabfluss ins Gewässer zu reduzieren. Der Boden wird damit abgemagert und für feuchteliebende und auf nährstoffärmere Böden angewiesene Pflanzen vorbereitet, die im Laufe der Zeit die Fläche besiedeln werden. Eine kontrollierte Pflege sorgt für eine geregelte Entwicklung. Es entsteht eine sogenannte Retentionsmulde, die Wasser dann auffängt, wenn bspw. die Rednitz über ihre Ufer tritt. Wasser kann sich dort sammeln und Amphibien temporär ein Laichgewässer bieten. Kleinflächig bilden sich Röhrichte aus, die wiederum Versteck für an Gewässer gebundene Vögel bieten.

Aufweitung des Uferrandes

Der Haselgraben wird im markierten Abschnitt einseitig aufgeweitet und das Ufer bis zur Mittelwasserlinie abgetragen. Bei ausreichender Wasserführung im Haselgraben kommt es zu einem geregelten „über die Ufertreten“ und die angrenzenden Wiesen werden kleinflächig überflutet. In der Sohle des Baches entstehen kleinere Senken und Gumpen, die das Gewässer strukturreicher und vielfältiger für Kleinfische machen.

Überflutungsmulden

Die Wiesen auf dem Privatgrundstückt bleiben weitestgehend in ihrem derzeitigen Charakter als Mähwiesen erhalten. Im vorderen Bereich werden ähnlich der fotografischen Darstellung drei Mulden ausgebaut. Diese fangen überschüssiges Wasser aus der Rednitz auf und fördern an Wechselfeuchte gebundene Vegetation wie bspw. Hochstaudenfluren, Sauer- und Riedgräser. Die Pflanzen werden sich nach und nach einstellen.

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