Startschuss für neue Solarstrom-Anlagen in Stein

Bereits im März 2018 wird der Bau von zwei neuen Photovoltaik-Anlagen in Stein beginnen, dafür wurden am 1. Februar die Weichen gestellt. Die neuen Anlagen werden auf den Dächern des BRK-Bereitschaftsgebäudes in der Hauptstraße und der Stadtwerke Stein in der Wilhelmstraße errichtet.

Geschäftsführer der Bürgerkraftwerke Stein, Stefan Mull (rechts), Erster Bürgermeister Kurt Krömer (Mitte) und Geschäftsführer der Stadtwerke Stein Thomas Arold (links) unterzeichneten die Verträge für die Installation der neuen PV-Anlagen.

Beide Grundstücke befinden sich im Eigentum der Stadt Stein. Erster Bürgermeister Kurt Krömer unterzeichnete gemeinsam mit Thomas Arold, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Stein, sowie dem Geschäftsführer der Bürgerkraftwerke Stein Stefan Mull die Verträge für den Bau der Anlagen. Im März 2018 werden die PV-Module auf den Dächern installiert.

Da die Nutzung der BRK-Bereitschaftsräume hauptsächlich in den Abendstunden stattfindet, nämlich dann, wenn die Sonnenstunden bereits vorbei sind, wird zusätzlich ein Speichermodul verbaut. Die Energie, die die Anlage an einem durchschnittlich sonnigen Nachmittag produziert, kann dann am Abend während der Sitzungen und Übungen verbraucht werden.

Finanziert werden die PV-Anlagen durch Bürgerinnen und Bürger Steins, die Kapital in Form eines Bürgerdarlehens zur Verfügung stellen. Auf diese Weise haben bereits weit über 100 Bürger eine Summe von über 500.000 Euro als mit 2,5 % verzinstes Darlehen für einen Zeitraum von 10 Jahren für die Projekte der Bürgerkraftwerke Stein GmbH zur Verfügung gestellt. Beide Anlagen sind eher kleinere Projekte, die der Selbstversorgung der Gebäude dienen sollen. Entsprechend geringer als andere bereits errichtete Anlagen fallen die Kosten aus. So kostet die PV-Anlage auf dem Dach der BRK-Bereitschaft insgesamt nur rund 10.000 €.

Nach rund 14 Jahren sollen sich die  Kosten für die Installation amortisiert haben, erklärte Stefan Mull. Die Vergütung für überschüssige Energie, die in das Stromnetz eingespeist wird, ist rückläufig, der wirtschaftliche Ertrag daher auch. Doch "hier geht es nicht um Gewinn", erklärte Erster Bürgermeister Krömer, "sondern darum, dass wir als Kommune eine Vorbildfunktion haben, auch was die Energiewende anbelangt, haben und wir zeigen möchten, dass man langfristig denken muss".

Dennoch, die Bürgerkraftwerke Stein sind finanziell gut aufgestellt. "Wir haben noch Kapital für weitere Projekte und befinden uns bereits in Gesprächen mit möglichen Partnern", erklärte Geschäftsführer Stefan Mull. Es sei sicher, dass der Solarstrom in Stein stetig Zuwachs durch kleinere Projekte bekomme, so Mull. Und das ist auch gut so, denn bis zum Jahr 2025 sollen deutschlandweit 40 bis 45 % des erzeugten Stroms aus regenerativen Quellen kommen, so das Ziel der Bundesregierung. Im Jahr 2017 lag der Anteil bei rund 33 %. "Damit sind wir zwar auf einem guten Weg, aber gleichwohl liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns", ordnete Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Arold den aktuellen Stand der Dinge ein.

Mit den beiden neuen Anlagen haben die Bürgerkraftwerke Stein insgesamt vier PV-Anlagen in Stein realisiert. Im Jahr 2016 entstand eine Solaranlage auf dem Dach der Mittelschule Stein, 2017 folgten Module auf dem Gelände des Wasserwerkes Brackerslohe. Insgesamt haben die Bürgerkraftwerke Stein im Stadtgebiet bereits Solarmodule mit einer Gesamtfläche von
ca. 540 qm² geschaffen.

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