Neues Hortgebäude in Stein-Oberweihersbuch nimmt Form an

Es tut sich etwas in der Stuttgarter Straße: Nachdem die Umwandlung des Schulhauses in Oberweihersbuch in ein Hortgebäude in vollem Gange ist, kann man das neu entstehende Gebäude bereits erahnen.

Bereits beim Betreten des Hofes wird deutlich, dass dort kein völlig neues Gebäude entsteht, sondern der Charakter des ehemaligen Schulgebäudes auch in dem zukünftigen Hort weiterleben wird. Der bunte "Bleistift-Zaun" findet sich zum Beispiel im neu entstandenen Mittelgebäude wieder. Streifen in den gleichen Farben wie die Stifte des Zauns zieren die Fassade, die dank einer großzügigen Glasfront viel Licht in das Innere des Hauses lässt. Die beiden Treppenaufgänge in den Bestandsgebäuden wurden erhalten und verbinden neben dem eingebauten Aufzug in Zukunft zwei über 70 qm große Spielzimmer sowie zwei Hausaufgabenzimmer und einen großen Speisesaal im neu gebauten Gebäudeteil miteinander. Auch die Sprossenfenster bleiben Teil des Hortes und wahren den Charakter des Hauses auch in Zukunft.

"Wir sind voll im Zeitplan", versichert Architekt Harald Bauer und zeigt sich zufrieden mit dem Gebäude und dem aktuellen Baufortschritt. "Wichtig war uns, dass die 'Hülle' bis zum Winter steht. Das haben wir geschafft und nun widmen wir uns dem Innenausbau", so Bauer. Anschließend wird außerdem ein Teil des Hofes entsiegelt, also ein Teil des Betons entfernt, um eine Grünanlage mit Spielgeräten zu schaffen. Im Zuge des im Inneren bereits realisierten barrierefreien Ausbaus wird außerdem eine neue Rampe vom Gehweg in den Hof hinein führen, denn die bisherige Hofeinfahrt ist zu steil, um von Rollstuhlfahrern sicher befahren werden können. Auch ein zusätzlicher Fluchtweg gemäß der Brandschutzverordnung wird in den Innenhof hinaus führen - insgesamt verfügt das Hortgebäude über zwei Fluchtwege.

Mit Start des Schuljahres 2018/19 wird dem Kinderhort wieder Leben eingehaucht. Denn die Baumaßnahmen werden zu den Sommerferien 2018 abgeschlossen sein, sodass die Ferienwochen für den Umzug genutzt werden können. Der Hort wird von den Beschäftigten des AWO-Kreisverbandes Fürth-Land betrieben. Einziehen werden 54 Kinder aus dem übergangsweise eingerichteten Hort am Jugendhaus in der Weihersberger Straße sowie 15 Kinder, die bislang in der Kindertagesstätte der Paul-Gerhardt-Gemeinde untergebracht sind.

Der neue Hort sieht die Betreuung von 80 Kindern vor, sodass noch einige Hortplätze frei sind. Bei zwei der Hortplätze handelt es sich um integrative Hortplätze für Kinder mit Behinderung bzw. erweitertem Unterstützungsbedarf.

Mit der Umwandlung des ehemaligen Schulgebäudes in einen Hort reagiert die Stadt Stein auf die wachsende Nachfrage nach Betreuungsplätzen nach der Unterrichtszeit. Vorerst ist der Bedarf an Hortplätzen in der Stadt Stein gedeckt. "Das hindert uns jedoch nicht daran, weiterhin nach Möglichkeiten für neue Betreuungseinrichtungen zu suchen. Die Nachfrage wird auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen und dem möchten wir gewachsen sein", betont Erster Bürgermeister Kurt Krömer.

Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf ca. 1,9 Mio. Euro. Rund 780.000 Euro der Kosten wird durch eine Förderung im Rahmen des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz des Freistaates Bayern gedeckt.

Weitere Infos zur Übergabe des Hortleitung an den AWO-Kreisverband (März 2017) finden Sie hier.

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