Die "Steiner Keimzelle" entsteht

Am Hang unterhalb der Deutenbacher Straße wird der Naturerlebnisraum "Steiner Keimzelle" geschaffen. Dieses wird aus verschiedenen Teilen bestehen, zum Beispiel einem "grünen Klassenzimmer" für Schulprojekte.

Lageplan und Skizze der "Steiner Keimzelle" (Download siehe unten).

Die Stadt Stein möchte im Rednitzgrund südöstlich der Hauptstraße, zwischen der Luitpoldstraße im Norden, der Gerasmühler Straße im Osten und der Deutenbacher Straße im Westen eine siedlungsnahen Naturerlebnisraum, die „Steiner Keimzelle“ gestalten. Die Fläche ist bisher größtenteils landwirtschaftlich genutzt und liegt im Überschwemmungsbereich (Retensionsfläche) der Rednitz. "Mit der 'Steiner Keimzelle' gewinnt Stein ein Projekt, das den Menschen die Natur näher bringen wird, Menschen aller Altersgruppen. In Zusammenarbeit mit Experten aus den jeweiligen Fachgebieten entwickeln wir einen Erlebnisraum, der nach seiner Fertigstellung vielfältige Angebote bereithalten wird. Deshalb musste das verwilderte Areal unterhalb der Deutenbach Straße aufbereitet werden ", so Steins Erster Bürgermeister Kurt Krömer.

Bei der bearbeiteten Fläche handelt es sich um einen verwilderten Kleingarten unterhalb der Deutenbacher Straße wurde schon immer als Entnahmestelle für das Grün der Gärtnerei genutzt. Auch erhebliche Vorschäden durch den Borkenkäfer hätten den Bäumen keinen dauerhaften Erhalt beschert. 
In Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde wurden daher ca. 30 Fichten, 2 Apfelbäume und  5 Robinien gefällt. Der Fällzeitpunkt im Dezember war notwendig, da der Antrag zur Pflanzung der Weinstöcke voraussetzt, dass die Flächen unmittelbar bepflanzt werden. Aufgrund der Vorschriften des BNatSchG ist das Fällen ab 01.03. nicht mehr möglich.

Auf der umgestalteten Fläche sollen verschiedene Inhalte integriert werden, die der Erholung und dem Naturerleben dienen sollen. Folgende Elemente sind für das Projekt geplant:

  • Urban Gardening (in Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter)
  • Weinbauflächen auf dem südöstlich exponierten Hang unterhalb der Deutenbacher Straße
    (in Zusammenarbeit mit einem regionalen Winzer)
  • Versuchsflächen für Ansaaten in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Weinbau (LWG) Veitshöchheim
  • Naturerlebnisflächen für Schulen und Kindertagesstätten („Grünes Klassenzimmer“) mit
    Beobachtungs- und Erfahrungsräumen (z.B. wechselfeuchte Bereiche an der Flutrinne,
    Sukzessionsflächen, etc.)
  • Klima-Hain aus Bäumen im Rahmen des c2tree-Projekts (Link siehe unten)
  • Geburts- und Hochzeitsbäume
  • Plätze und Wegeverbindungen mit Stegen über die Flutrinne.
  • Wiederbelebung und Nutzung des artesischen Brunnens (hydraulischer Widder) im südöstlichen
    Planungsbereich.

Der Eingriff soll so gering wie möglich erfolgen, die vorhandene Topografie mit Flutrinne (Ausgleichsfläche für das „Forum Stein“) und der Bestand mit seinen Baum- und Strauchstrukturen bleiben erhalten. Die Flächen sind nur zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad erreichbar. Stellplätze für PKW stehen im Parkhaus des Forums Stein zur Verfügung, die Erreichbarkeit mit ÖPNV ist durch die Haltestellen an der Hauptstraße gegeben. Alle Angebote sollen barrierefrei erschlossen und erreichbar sein. Stadtbauamtsleiter Wolfgang Schaffrien ist zuversichtlich: "Mit der 'Steiner Keimzelle' will die Stadt Stein ein wichtiges Landschaftsprojekt realisieren, dass den Kinder, Schülern und Jugendlichen die Natur näherbringen soll. Örtliche Vereine und Schulen werden dazu mit eingebunden, sodass die 'Keimzelle' ein Gemeinschaftsprojekt werden wird."

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