Bronzeplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für St. Jakobus-Kirche Stein

Die Sanierung der Kirche St. Jakobus in Stein-Oberweihersbuch, die durch ihre Lage am mittelfränkischen Jakobsweges jedes Jahr zahlreiche Pilger beherbergt, ist geglückt. Unterstützt wurde die Sanierung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Das Ziel der Restaurierung war es, ein ruhiges und einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen sowie auch einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Beide Ziele wurden erfüllt. "Optisch nimmt sich der Kirchraum etwas zurück und strahlt dadurch eine behagliche Ruhe aus, in der man die wichtigen Dinge wirken lassen kann", beschreibt Pfarrerin Birgit Winkler ihren Eindruck von der "neuen" Kirche, die im kommenden Jahr ihr 90-jähriges Weihejuiläum feiern wird.

Großes Augenmerk lag auf der Sanierung des spitzbogigen Dachs, welches den Kirchenraum mit am meisten prägt. Unterstützt wurde die aufwändige Dachsanierung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit einem Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro. Möglich wurde die finanzielle Unterstützung durch die GlücksSpirale von Lotto-Bayern, die mit den Spieleinsätzen ihrer Kunden gemeinnützige Projekte unterstützt.
Nun übergaben Wolfgang Schaffrien vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der DSD zusammen mit Herrn Friedrich Müller von Lotto-Bayern, Bezirksstelle Ansbach, eine Bronzetafel mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" an Pfarrerin Birgit Winkler. So bleibt das Engagement der privaten Förderer der Denkmalstiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

Der zukünftige Platz der Bronzetafel war schnell gefunden: Gut sichtbar direkt neben der Eingangspforte wird die Tafel nun an die großzügige Unterstützung erinnern.

Bauliche Details

In leicht erhöhter Lage innerhalb eines parkähnlichen Geländes wurde die Pfarrkirche St. Jakobus 1928 von dem Architekten Hans Pylipp aus Ansbach errichtet. Durch das spitzbogige Dach und den spitzen Turmhelm hat Pylipp die topografisch geprägte Wirkung des Kirchenbaues unterstützt. Der in seiner Architektur expressionistische Bau besteht aus einem massiv errichteten Saalbau mit geschweiftem Bohlenbinderdach und westlichem Mittelturm.

Den Innenraum hat der Architekt von der Spitzbogenkonstruktion des Dachs aus entwickelt. Architektonische Form und künstlerische Ausgestaltung bilden einen gelungenen Zusammenhang. Der historische Spitzbogen wurde hier, wie bei nicht wenigen anderen in dieser Zeit entstandenen Kirchenneubauten, mit den aktuellen Stilformen des Expressionismus verbunden. Dazu gestaltete man auch die Architekturoberflächen bewusst einfach und materialsichtig, das heißt in bewusster Abkehr von einer historistischen malerischen Dekoration.

Die St. Jakobus-Kirche in Stein, gedacht als ein unverkennbares Zeichen der Moderne, ist eines der über 380 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

  • v.l. Friedrich Müller (Lotto-Bezirksstellenleiter), Pfarrerin Birgit Winkler, Erster Bürgermeister Kurt Krömer und Wolfgang Schaffrien vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der DSD.
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