Kabarett, Musik und eine ganze Stadt in Feierlaune: Das war das Stadtfest 2017

Das Stadtfest-Wochenende begann bereits am Samstagabend mit einem ausgelassenen Kulturfrühling. Der fränkische Kabarettist Sven Bach philosophierte über die Beziehung zwischen Mann und Frau, zwischen Patient und Arzt und zwischen Franken und dem Rest der Welt.

  • Feste in Stein

Der fränkische Comedian gab unter anderem Nachhilfe in Sachen gesunder Ernährung. Denn wer sich auf Anraten eines Arztes besser mediterran ernähren sollte, muss den Verzicht auf Frankens beliebtestes Krustentier nicht fürchten: "A Schäufele is fei a a Grusdndier!"

Auch die deshalb notwendige körperliche Ertüchtigung fand Erwähnung, nämlich durch Bachs Erlebnisse bei  dem Gymnastikkurs "Finde deine Mitte" ("Ich wusste gar nicht, dass ich die verloren hab"). Die Erzählungen waren abwechslungsreich und ließen teilweise tief in die zugegebenermaßen etwas konfuse Gefühlswelt des Franken blicken. Das Publikum erschien so zahlreich, dass die Sitzplätze schnell restlos besetzt waren. Doch auch Stehplätze hielt die Besucher nicht davon ab, dem Mundartkabarettist bis zum letzten Gag zu lauschen. Mit reichlich (Selbst-)Ironie tauchte Sven Bach den Mecklenburger Platz in lautes Lachen. Damit war der Auftakt für den Kulturfrühling, der direkt auf die Familien-Stadtrallye im Stadtgebiet folgte, grandios geglückt.

Die "StereoStones" schlossen sich nahtlos an und unterhielten das Publikum mit Hits aus den vergangenen vier Jahrzehnten. Die Lehrerband der Musikschule zeigte, dass sie Musik nicht nur lehren, sondern leben. Es war eine eindrucksvolle Show die der Leiter der Musikschule Michael Andrasch und der Leiter des Jugendblasorchesters Norbert Henneberger mit ihren Kollegen hinlegte und einige Besucher zum Tanzen animierte. Ein angenehm milder, aber auch lachtränenreicher und grooviger Abend ging zu Ende.

Der verkaufsoffene Stadtfest-Sonntag zog wie gewohnt Scharen von Besuchern an, die neugierig durchs Stadtgebiet schlenderten. Enttäuscht wurden sie nicht, denn es gab an jeder Ecke etwas neue zu entdecken: Vereine, Organisationen und Unternehmen haben mit ihren Ständen entlang der Hauptstraße wieder für ein sehr abwechslungsreiches Stadtfest gesorgt. Von Fruchtbowle und Glücksrad vor der Martin-Luther-Kirche über eine Hüpfburg, Motorräder und ein Schachturnier nahe des Rathauses bis hin zum Florianfest der Steiner Feuerwehr,  bei der die Schlange zum Drehleiter-Fahren nicht abreißen wollte, waren sämtliche Interessen und Vorlieben vertreten. Im Einkaufscenter FORUM konnte man bei der Low Rider Show amerikanische Show-Autos bestaunen und dabei rauen Gitarren-Sounds von "Richard" lauschen.

Am Sonntag wurde die Bühne zudem für einen weiteren freudigen Anlass genutzt: Am Nachmittag wurden auf dem Mecklenburger Platz insgesamt 37 Schülerinnen und Schüler der Musikschule Stein, die an einer freiwilligen Leistungsprüfung teilnahmen und dafür Stimmgabeln in Bronze und Silber erhielten. Norbert Henneberger und Bürgermeister Kurt Krömer empfingen hierfür Musiker, die mit ihren unterschiedlichen Instrumenten eine bemerkenswerte Bandbreite an Fähigkeiten vertreten, auf der Bühne.

Am Sonntagabend ereignete sich dann noch ein besonderes Ereignis auf dem Martin-Luther-Platz. Das Prinzenpaar der Steiner Schlossgeister hatte gerade ihren Tanz begonnen, als ein fliegender Storch alle Blicke auf sich zog. Dreimal flog er im Kreis über den Kirchplatz bevor er seine Reise fortsetzte. Ein Omen? Das bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall aber war es ein besonderes Naturschauspiel, welches von zahlreichen Stadtfest-Besuchern staunend verfolgt wurde.

Auch das Kulinarische kam nicht zu kurz: An jeder Ecke wurde gegrillt, Süßes angeboten und Getränke ausgeschenkt. Dank des optimalen Wetters war das Steiner Stadtfest 2017 ein Highlight des Jahres 2017.

  • Am Stadtfest-Sonntag fand im FORUM eine Modenschau statt.
  • Die Models zeigten sich in fairer Mode von "Farcap - Faire Mode", deren Geschäft in der Fürther Gustavstraße zu finden ist.
  • Etliche Besucher verfolgten die Models, die nicht nur gut aussahen, sondern auch beste Stimmung verbreiteten.
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